Thesaurierend oder ausschüttend ist eine der ersten Fragen beim ETF-Kauf. Beide Varianten bilden denselben Index ab, sie unterscheiden sich nur darin, was mit den Erträgen passiert. Welche besser passt, hängt von deiner Lebensphase ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Thesaurierer legen Erträge automatisch wieder an, Ausschütter zahlen sie aus.
  • Für den langfristigen Aufbau ist der Thesaurierer bequem, für Zusatzeinkommen der Ausschütter.
  • Steuerlich werden beide laufend erfasst, der Unterschied ist kleiner als oft gedacht.

Der direkte Vergleich

KriteriumThesaurierendAusschüttend
Erträgewerden automatisch wieder angelegtwerden ausgezahlt
Zinseszinsarbeitet ohne dein Zutunnur wenn du selbst wieder anlegst
Sparerpauschbetragwird über Vorabpauschale genutztlässt sich leicht gezielt ausschöpfen
Aufwandsehr geringregelmäßige Ausschüttungen verwalten
Eignunglangfristiger AufbauZusatzeinkommen, Ruhestand

Zinseszins ohne Aufwand

Beim Thesaurierer bleiben die Erträge im Fonds und arbeiten sofort weiter. Du musst nichts tun, der Zinseszins läuft automatisch. Genau deshalb ist diese Variante in der Ansparphase so beliebt.

Wann der Ausschütter punktet

Ausschüttungen liefern regelmäßiges Geld auf dein Konto. Das ist praktisch, wenn du im Ruhestand ein Zusatzeinkommen möchtest oder den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person gezielt ausnutzen willst, ohne Anteile verkaufen zu müssen.

Fazit

Für den langfristigen Vermögensaufbau ist der Thesaurierer meist die bequemere Wahl, im Ruhestand spielt der Ausschütter seine Stärken aus. Welche Variante zu deiner Phase passt, ordnet Finanzspicker gern mit dir ein.

Quellen

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