Als Selbstständiger bist du dein eigener Personalchef, und das gilt auch fürs Finanzielle. Kein Arbeitgeber zahlt die Hälfte deiner Krankenversicherung, führt Rentenbeiträge ab oder sichert deine Arbeitskraft. Diese Freiheit ist Vorteil und Risiko zugleich: Du entscheidest selbst, musst aber auch an alles denken. Eine gute Finanzberatung für Selbstständige bringt die Bausteine in eine Ordnung.
Das Wichtigste in Kürze
- Selbstständige müssen Altersvorsorge, Kranken- und Arbeitskraftabsicherung selbst organisieren.
- Schwankende Einnahmen verlangen flexible Beiträge und einen soliden Notgroschen.
- Bei der Krankenversicherung hast du die freie Wahl zwischen gesetzlich und privat.
- Wichtiger als das einzelne Produkt ist die abgestimmte Gesamtstrategie.
Alles Selbstsache: keine Absicherung vom Arbeitgeber
Angestellte bekommen vieles automatisch: den Arbeitgeberanteil zur Kranken- und Rentenversicherung, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, oft eine betriebliche Vorsorge. Als Selbstständiger fällt das alles weg. Du trägst die Beiträge allein und musst jede Lücke selbst schließen. Das ist der Ausgangspunkt jeder Beratung: erst den Bedarf klären, dann die Bausteine wählen.
Vorsorge und Krankenversicherung frei wählen
Die meisten Selbstständigen sind nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert und bauen ihre Altersvorsorge frei auf, etwa über ein ETF-Depot, eine private oder eine Rürup-Rente. Bei der Krankenversicherung hast du die Wahl zwischen gesetzlich und privat, ohne an eine Einkommensgrenze gebunden zu sein. Beide Entscheidungen wirken über Jahrzehnte und gehören zusammen gedacht.
Arbeitskraft und schwankendes Einkommen absichern
Fällst du aus, zahlt niemand weiter. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung und ein passendes Krankentagegeld sind für Selbstständige deshalb zentral. Gleichzeitig schwanken die Einnahmen: Verträge sollten flexible Beiträge erlauben, und ein Notgroschen von mehreren Monatsausgaben federt schwache Phasen ab, bevor die Altersvorsorge an der Reihe ist.
Warum eine ungebundene Beratung passt
Selbstständige haben wenig Zeit und viele Baustellen. Statt einzelne Policen zu sammeln, hilft ein Blick, der Vorsorge, Absicherung und Steuer zusammen betrachtet. Als ungebundener Makler prüft Finanzspicker die Anbieter neutral, ordnet deinen Bedarf ein und baut eine Struktur, die zu schwankendem Einkommen und deinen Zielen passt.
Fazit
Für Selbstständige ist Finanzplanung Chefsache: Ohne Arbeitgeber im Rücken entscheidet die eigene Struktur über Absicherung und Vermögen. Wer Vorsorge, Krankenversicherung und Arbeitskraft aufeinander abstimmt, statt Produkte zu stückeln, steht am Ende sicherer da. Weitere Beiträge findest du in der Blog-Übersicht.
Quellen
- Verbraucherzentrale – Welche Versicherung brauche ich?
- BaFin – Fachartikel Wohlverhalten im Vertrieb
Zum Thema
- Finanzberatung für Besserverdiener
- An wen wende ich mich bei hohem Einkommen?
- Finanzplan erstellen: Schritt für Schritt
- PKV für Selbstständige
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