Definition

Effektivkosten, auch Reduction in Yield (RiY) genannt, geben an, um wie viel Prozentpunkte die jährliche Rendite einer Versicherung durch ihre Kosten gemindert wird. Bei einer ETF-Police fasst diese Kennzahl alle Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten in einer einzigen Zahl zusammen.

Warum die Kennzahl so wichtig ist

Die Effektivkosten sind der ehrlichste Vergleichsmaßstab zwischen Policen. Liegt die angenommene Bruttorendite bei 6 Prozent und betragen die Effektivkosten 1,2 Prozent, bleiben rechnerisch rund 4,8 Prozent. Über mehrere Jahrzehnte macht jeder Zehntelprozentpunkt einen erheblichen Unterschied im Endkapital. Genau hier entscheidet sich, ob der Steuervorteil einer Police gegenüber dem ETF-Depot erhalten bleibt.

Wo du sie findest

Versicherer müssen die Effektivkosten in den vorvertraglichen Unterlagen ausweisen. Du findest sie im Produktinformationsblatt, oft abhängig von der gewählten Laufzeit. Wichtig: Vergleiche die Effektivkosten immer bei gleicher Laufzeit, da die Zahl mit kürzerer Laufzeit steigt.

Beispiel

Zwei Policen mit identischen Fonds: Police A hat 0,7 Prozent Effektivkosten, Police B 1,8 Prozent. Über 30 Jahre kann allein dieser Unterschied das Endkapital um einen fünfstelligen Betrag verschieben, ganz ohne Unterschied in der Geldanlage selbst.

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