Definition
Thesaurierende ETFs legen Erträge wie Dividenden automatisch wieder an, statt sie auszuzahlen. Ausschüttende ETFs zahlen die Erträge regelmäßig auf dein Konto aus. Beide Varianten können denselben Index abbilden, sie unterscheiden sich nur im Umgang mit den Erträgen.
Der praktische Unterschied
Thesaurierer sind bequem für den langfristigen Vermögensaufbau, weil der Zinseszinseffekt ohne dein Zutun arbeitet. Ausschütter liefern regelmäßige Zahlungen, was etwa im Ruhestand oder zum Ausnutzen des Sparerpauschbetrags praktisch sein kann.
Steuerliche Einordnung
In Deutschland werden auch bei thesaurierenden Fonds laufend Erträge besteuert, über die sogenannte Vorabpauschale. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person bleibt in beiden Fällen steuerfrei. Welche Variante zu deiner Strategie passt, hängt von Ziel und Lebensphase ab.
Beispiel
Wer mit 35 langfristig anspart, wählt oft den Thesaurierer und spart sich das Wiederanlegen. Wer mit 60 ein Zusatzeinkommen aus dem Depot ziehen will, greift eher zum Ausschütter.
Zum Thema
- Thesaurierende vs. ausschüttende ETFs
- Welche ETFs für den langfristigen Vermögensaufbau?
- Effektivkosten einfach erklärt
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