ETF-Police und ETF-Depot werden grundlegend anders besteuert: Beim Depot fallen die Erträge laufend unter die Abgeltungsteuer, bei der Police wird die Steuer bis zur Auszahlung gestundet und dann oft nur zur Hälfte fällig. Welcher Weg günstiger ist, hängt vor allem vom Anlagehorizont ab.

Hintergrund

Im Depot werden Kursgewinne, Dividenden und die jährliche Vorabpauschale laufend mit der Abgeltungsteuer belegt, wobei ein fester Teil der Erträge über die Teilfreistellung steuerfrei bleibt. Bei der ETF-Police läuft das Kapital innerhalb des Versicherungsmantels zunächst steuerfrei weiter. Erst bei der Auszahlung wird versteuert, und wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre lief und du älter als 62 bist, wird nur die Hälfte des Gewinns mit deinem persönlichen Steuersatz belastet.

Worauf du achten solltest

Der Steuervorteil der Police wirkt erst über lange Laufzeiten und wird aufgezehrt, wenn die Kosten der Police zu hoch sind. Entscheidend ist deshalb, die Effektivkosten gegen den Steuervorteil zu rechnen. Für flexible, mittelfristige Ziele ist das Depot meist überlegen, für den langfristigen, steueroptimierten Kern kann die Police vorn liegen. Finanzspicker rechnet das als ungebundener Makler neutral für deine Situation durch.

Quellen

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